Skater auf einer Treppe
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Autoren

Prof. Dr. Ulrich Deinet
Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften

Dr. Richard Krisch
Verein Wiener Jugendzentren; Päd. Grundlagenreferat; Fachhochschule Campus Wien, Bereich Soziales




Literaturempfehlung

BuchcoverRichard Krisch: Sozialräumliche Methodik der Jugendarbeit. Aktivierende Zugänge und praxisleitende Verfahren. Weinheim und München 2009
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BuchcoverUlrich Deinet (Hrsg.): Methodenbuch Sozialraum. Wiesbaden 2009.
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Sarah Dieckbreder-Vedder, Frank Dieckbreder (Hrsg.): Das Konzept Sozialraum (Beispiel Bahnhofsmission). Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) 2016. 235 Seiten. ISBN 978-3-525-70192-8.
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Ricarda Dethloff: Sozialraum­orientierung im Übergang Schule – Arbeitswelt. Tectum-Verlag (Marburg) 2016. 445 Seiten. ISBN 978-3-8288-3697-6.
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weitere Rezensionen zum Thema Sozialraum

Institutionenbefragung

Ulrich Deinet, Richard Krisch

„Die sozialen Institutionen einer Region bestimmen in einer oft unterschätzten Weise die Aneignungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen eines Stadtteils. Mit der ihnen in der Öffentlichkeit zugeschriebenen Kompetenz sind sie maßgeblich an der Bewertung der Situation von Heranwachsenden in sozialräumlichen Zusammenhängen beteiligt." (Krisch 2009, S. 149)
Über Befragungen mit einem leitfadengestützten Interview wird daher versucht neben der spezifischen Einschätzung, die sich aus der Arbeitsfeld-Beschreibung jeder Institution begründet, vor allem ihre Einschätzung bezüglich der sozialräumlichen Stärken und Schwächen des Stadtteils in Hinblick auf die Situation von Kindern und Jugendlichen zu eruieren. Zudem gilt es auch in Erfahrung zu bringen, wie sehr die Institutionen die Arbeit anderer Institutionen kennen bzw. deren Qualität einschätzen. Denn möglicherweise verhindern auch Kommunikationsdefizite den Aufbau von Netzwerken für Heranwachsende.

Bei der Institutionenbefragung handelt es sich um ein ExpertInneninterview, das relativ strukturiert erfolgen kann. Bei der Auswahl der ExpertInnen und den Themen sollte es gerade darum gehen, interessante Blickwinkel aufzunehmen, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendarbeit stehen. So können in einem weiteren Sinne mit Jugendlichen befasste Institutionen auch aus dem kommerziellen oder verbandlichen Bereich, die örtliche Polizei, Schulen, Jugendämter etc. befragt werden.
Die Gespräche und Befragungen sollten sich anhand eines Leitfadeninterviews auf die vorhandene soziale Infrastruktur des Stadtteils, die Problemstellungen im Gemeinwesen, die Einschätzung der Situation der Heranwachsenden und das Wissen über die verschiedenen Jugendkulturen des Einzugsgebietes beziehen.
Ähnlich wie bei der Befragung der Schlüsselpersonen, sollte das Interview mitgeschnitten werden, damit es bei der Auswertung von zwei Fachkräften differenziert ausgewertet werden kann. Die Aussagen der verschiedenen Institutionen können auch in einem Institutionenraster zusammengefasst und übersichtlich dargestellt werden. Dieser kann dann zur Visualisierung der unterschiedlichen Positionen bei einem gemeinsamen Treffen aller befragter Institutionen verwendet werden.
Die Durchführung und Auswertung von Institutionenbefragungen ist erfahrungsgemäß auch für das Image der Jugendarbeit sehr förderlich.

Beispiele für ein Leitfadeninterview, und genauere Anregungen finden sich in:
Richard Krisch: Sozialräumliche Methodik der Jugendarbeit. Aktivierende Zugänge und praxisleitende Verfahren. Weinheim und München 2009. S. 149 - 158

Zitiervorschlag

Ulrich Deinet, Richard Krisch: Institutionenbefragung. In: sozialraum.de (1) Ausgabe 1/2009. URL: http://www.sozialraum.de/institutionenbefragung.php, Datum des Zugriffs: 21.09.2017

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