Skater auf einer Treppe
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Autoren

Sandra Binner

Joachim Wagner

Inhalt

  1. Kinder als Experten ihrer Lebenswelt
  2. 1. Projektarbeit mit Mädchen und Jungen im Kinderspielhaus
  3. 2. Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“
    1. 2.1 Projektvorbereitungen
    2. 2.2 Projektverlauf
    3. 2.3 Umgang mit Projektunterbrechungen
  4. 3. Ziel erreicht! (Wie) Geht es weiter?
  5. 4. Fazit


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Sarah Dieckbreder-Vedder, Frank Dieckbreder (Hrsg.): Das Konzept Sozialraum (Beispiel Bahnhofsmission). Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) 2016. 235 Seiten. ISBN 978-3-525-70192-8.
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Ricarda Dethloff: Sozialraum­orientierung im Übergang Schule – Arbeitswelt. Tectum-Verlag (Marburg) 2016. 445 Seiten. ISBN 978-3-8288-3697-6.
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Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“

Kinder als Experten ihrer Lebenswelt

Sandra Binner, Joachim Wagner

In diesem Beitrag geht es auch um Sozialraumbetrachtungen von Mädchen und Jungen - denn „Lieblingsplätze in Flingern“ ist in erster Linie als Partizipationsprojekt angelegt, das Methoden der Sozialraumanalyse nutzt, um Beteiligungsziele zu erreichen.

Eine gute Möglichkeit, erste Beteiligungserfahrungen zu machen, stellt für Kinder der eigene Sozialraum beziehungsweise Stadtteil dar. Sie treffen sich fast täglich in ihrem Wohnumfeld, draußen auf öffentlichen Plätzen mit Freundinnen und Freunden. Das macht sie zu Expertinnen und Experten in eigener Sache. Gleichzeitig können Mädchen und Jungen in solchen Projekten die Erfahrung machen, dass ihre Meinung gefragt ist und in der Öffentlichkeit auf Interesse stößt.

1. Projektarbeit mit Mädchen und Jungen im Kinderspielhaus

Das Kinderspielhaus in Düsseldorf-Flingern ist eine Einrichtung der offenen Kinderarbeit des Jugendamtes der Stadt Düsseldorf. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Das Kinderspielhaus ist seit 30 Jahren im Stadtteil eine feste Institution und dort eng mit allen kinder- und jugendrelevanten sowie -fördernden Akteuren verknüpft. Auch über die Stadtteilgrenzen hinaus ist es durch seine verlässliche pädagogische Arbeit und kreative Projekte bekannt.

Neben der intensiven Stadtteilarbeit zählt seit jeher die Beteiligung der Kinder zu den ureigensten pädagogischen Grundsätzen sowie Schwerpunktaufgaben des Kinderspielhauses. So existiert dort seit vielen Jahren beispielsweise eine Kinderplanungsgruppe, bestehend aus bis zu zehn Mädchen und Jungen ab acht Jahren, die sich wöchentlich trifft und gemeinsam unterschiedlichste Themen, die die Einrichtung betreffen, bespricht und bearbeitet. Sie ist inzwischen sogar unter einer eigenen Telefonnummer zu erreichen.

Über dieses wöchentlich tagende Beteiligungsgremium hinaus, finden auch regelmäßig explizite Beteiligungsprojekte, für Kinder des Kinderspielhauses und des Stadtteiles statt. Dazu zählt beispielsweise das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“. In diesen Projekten ist der Beteiligungsgedanke oft eng verwoben mit der Lebenswelt der Kinder, ein Sozialraumbezug korrespondiert somit automatisch.

Wichtig ist es den Pädagoginnen und Pädagogen des Kinderspielhauses in jedem Projekt, im Vorfeld zu klären, ob ihre Schützlinge ein besprochenes Ziel erreichen können. Verantwortungsbewusste Pädagogik bedeutet dabei, altersangemessen mit den Kindern zu arbeiten und ihnen (möglichst positive) Beteiligungserfahrungen zu vermitteln. Insofern geht es auch darum, Kinder vor unrealistischen Projekten und damit verbundenen Frustrationen zu schützen und somit die Motivation zur erneuten Beteiligung zu stärken. Gleichzeitig ist es ein wichtiges Anliegen, Kinder und ihre Perspektive ernst zu nehmen. Ihre Ansichten zu ihrer konkreten Lebens(um)welt lassen sich dabei gut in die Öffentlichkeit transportieren.

Die Beteiligung der Kinder braucht eine klare Projektplanung sowie umfangreiche Vorbereitungen von Seiten der Erwachsenen. Pläne können jedoch scheitern und oftmals ist mit Unvorhergesehenem zu arbeiten. Dennoch ist es möglich, ein Projekt weiterzuführen, es zusammen mit den Kindern zu verändern und zu einem für alle Beteiligten respektablem Ziel zu führen.

2. Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“

Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“ fand im Zeitraum 2006 bis 2008 mit finanzieller Unterstützung des Stadtteilbüros Flingern sowie zusätzlicher Mittel des Jugendamtes statt, Ziel dieses Projektes mit Kindern, Jugendlichen und Eltern jüngerer Kinder war es, in einem dicht besiedelten Stadtteil die (grünen) Nischen zu finden und darzustellen, in denen sich die Kinder gerne aufhalten. Entstanden ist daraus ein Plakat mit einer Karte des Stadtteils Flingern, das die öffentlich zugänglichen Spielplätze und Freizeitmöglichkeiten in kindgerechter Form zeigt. Zusätzlich präsentiert dieses Plakat die durch eine Befragungs- und Abstimmungsaktion ermittelten Lieblingsplätze im Stadtteil.
Nummerierungen und Piktogramme machen dabei die öffentlichen Aufenthaltsorte zum Spielen und Verweilen für die drei unterschiedlichen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Eltern mit Kleinkindern) zum Beispiel auf nachmittags zugänglichen Schulhöfen oder Spielstraßen erkennbar.
So sieht das fertige Produkt aus:

Plakat mit einer Karte des Stadtteils Flingern

2.1 Projektvorbereitungen

Um die Beteiligungsaktionen mit den Kindern im Frühjahr 2006 starten zu können, waren verschiedene Vorbereitungen nötig. Zunächst musste die Finanzierung geklärt sein. Dafür war es wichtig, eine Projektkonzeption zu erarbeiten, auf deren Grundlage die Kosten kalkuliert und mögliche Finanziers (hier Stadtteilbüro) gewonnen werden konnten.

Die teilnehmenden Mädchen und Jungen sollten die Gelegenheit erhalten, durch unterschiedliche Methoden an dem Ziel mitzuwirken, ein Stadtteilplakat mit „ihren“ Lieblingsplätzen zu erstellen. Dieses sollte so professionell gestaltet sein, dass es auf breites Interesse stößt und im Stadtteil von Kindern, Familien aber auch anderen Institutionen nachgefragt wird.

Geplant wurden folgende Methoden:

  • Stadtteilrallye
  • Fotosafari auf öffentlichen Plätzen
  • Skizzenanfertigung
  • Modellbau eines idealen Spielplatzes/Aufenthaltsortes
  • Interviews von Besucherinnen und Besuchern der öffentlichen Plätze
  • Abstimmung über die Lieblingsplätze
  • Filmerstellung über die aufgesuchten und beurteilten Orte.

Um einzelne Methoden wie die Fotosafari, Interviews oder die Filmerstellung durchführen zu können, wurden im Vorfeld die umliegenden Schulen und andere kinderrelevante Institutionen angeschrieben und über das Projekt informiert. Es wurde beispielsweise geklärt, ob und wann der Schulhof am Nachmittag als Spielhof zugänglich ist. Diese Informationen waren wichtig, um entscheiden zu können, ob der Spielhof von den jungen Forscherinnen und Forschern überhaupt getestet wird und ob es erlaubt ist, dort Fotos zu machen oder Filmszenen zu drehen und gegebenenfalls zu veröffentlichen. Weiterhin wurde die Erlaubnis eingeholt, Interviews durchzuführen. Ebenso wurden Pausenzeiten erfragt, um Befragungen auch in der Schule (während der Schulzeit) durchführen zu können.

Erst nachdem die Finanzierung sowie die für die Beteiligungsaktion zugänglichen Orte geklärt waren, konnte guten Gewissens das Projekt mit den Kindern gestartet werden .

2.2 Projektverlauf

Zunächst bildete sich eine Projektgruppe aus ca. 15 Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren. Diese setzte sich aus regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern des Kinderspielhauses sowie aus interessierten Schülerinnen und Schülern der benachbarten Montessorigrundschule Lindenstraße sowie der Grundschule Flurstraße zusammen.

In einem ersten Schritt ging es zunächst darum, bewusst Orte und Plätze wahrzunehmen und sie zu beurteilen. Dabei wurde Wert darauf gelegt, Positives zu beschreiben und unterschiedliche Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen herauszuarbeiten. In einem weiteren Schritt wurden dann unweigerlich die Veränderungswünsche thematisiert.

In der zweiten Phase durften und sollten die Kinder dann „ins Forschungsfeld“ gehen. Während der Osterferien 2006 bot sich die Gelegenheit, diese intensive Arbeitsphase durchzuführen:
Eine Stadtteilrallye führte die Mädchen und Jungen zur Bewältigung spannender Aufgaben quer durch Flingern. Dabei wurden auch Wege eingeschlagen, die im Alltag nicht genommen werden und somit neue Orte bewusst gemacht.

Projektgruppe beim Filmen

Gemeinsam war die Projektgruppe im Stadtteil unterwegs und fotografierte unter der Anleitung einer Medienpädagogin ihre Lieblingsorte, -plätze, -höfe und -flächen. Auch Zeichnungen und ein Modell von einem idealen Aufenthaltsort für Kinder wurden angefertigt. In einem Videodreh stellten die Projektgruppenteilnehmerinnen und Teilnehmer - teilweise verkleidet - die Protagonisten dar, die dem fiktiven Zuschauer ihre Lieblingsplätze näher bringen und Passanten interviewen. Das Drehbuch entwickelten die Kinder dabei selbst. Auch beim Schneiden und Bearbeiten des Filmes wirkten sie selbst mit. Den Höhepunkt dieses Osterfreienprojektes stellte eine Ausstellung dar, in der all ihre bis dato erarbeiteten Ergebnisse zum Thema Lieblingsplätze in Flingern (Bilder, Fotos, Video) öffentlich gezeigt wurden.

Kind beim Filmen

Die Befragung anderer Kinder, Jugendlicher und von Familien stellt die dritte Projektphase dar. Zunächst wurde gemeinsam in der Projektgruppe ein Fragebogen erarbeitet. Dann wurde überlegt, wo die Befragungen stattfinden sollten, denn es galt, alle drei Zielgruppen anzutreffen. Über einen Zeitraum von einem Jahr wurden dann immer wieder Befragungsaktionen an unterschiedlichen Orten durchgeführt. Auch in den Pausen wurden Kinder an Schulen befragt. Die Interviewerinnen und Interviewer erhielten dafür stundenweise Unterrichtsbefreiungen an der eigenen Schule wenn kein Mitglied der Projektgruppe die betreffende Schule regulär besuchte. Auf diese Art und Weise wurden 80 bis 100 Personen (Kinder, Jugendliche, Eltern kleiner Kinder) befragt.

Um nun die jeweils drei beliebtesten Plätze jeder Altersgruppe herauszufinden und sie in eine Rangfolge zu bringen wurde ein neuer Bogen erarbeitet (siehe nachstehende Grafik). Fotos der im bisherigen Prozess meistgenannten Plätze wurden darauf aufgelistet (plus zwei „Joker“). Aus dieser Auswahl sollten in einer erneuten Befragung die 9 beliebtesten Plätze gekürt werden.

Bewertungsbogen Lieblingsplätze in Flingern

2.3 Umgang mit Projektunterbrechungen

Hier endet zunächst das Beteiligungsprojekt des Kinderspielhauses. Wie zu Beginn dieses Textes bereits benannt, können Projektpläne nicht in jedem Fall (vermutlich in den wenigsten) geradlinig umgesetzt werden.

Die intensive Beteiligungsphase der Mädchen und Jungen (Fotos, Zeichnungen, Modellbau, Videodreh, Befragung) fanden im Zeitraum eines Jahres von Frühjahr 2006 bis Frühjahr 2007 statt. Dann fiel die hauptamtliche Mitarbeiterin aus, die dieses Projekt bis dahin leitete und aufgrund ihres medienpädagogischen Hintergrundes auch plante. Die geplante mediale Umsetzung zum Plakat und zur DVD konnte sie selbst mit den Kindern nicht mehr durchführen. Es zeigte sich, dass die Professionalität dieser Mitarbeiterin nicht nahtlos durch Kolleginnen und Kollegen ersetzt werden konnte. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen, denn gerade im Medienbereich erwarten auch Kinder, die sich heute oft bereits früh mit der Technik auseinandersetzen und mit einem gewissen Standard vertraut sind, professionelle Ergebnisse.

Ein Dreivierteljahr ruhte das Projekt. Dieser Zustand war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderspielhauses mit ihrer oben beschriebenen Partizipationsphilosophie nicht zufriedenstellend. So wurde das Projekt Ende 2007 erneut aufgegriffen, nachdem eine neue Mitarbeiterin gefunden worden war. Zudem musste die Grundkonzeption nun dahingehend geändert werden, dass der Projektanteil, der sich auf die Erstellung des Plakates sowie der DVD bezog, an professionelle Grafiker und Filmer vergeben wurde. Grundvoraussetzung dafür war, dass diese Profis Interesse daran und Erfahrung damit hatten, mit Kindern zusammenzuarbeiten.

Zunächst musste jedoch der Tatsache ins Auge geblickt werden, dass sich die ursprünglichen Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer zwar freuten, dass „ihr“ Projekt zu Ende geführt werden sollte, jedoch waren die meisten (älteren) Mädchen und Jungen nun nicht mehr bereit, regelmäßig Zeit in die Abstimmungsbefragung sowie in die Plakaterstellung und Produktion einer DVD zu investieren. Zu viel Zeit war inzwischen vergangen, die Interessen hatten sich verschoben. Gerne waren sie allerdings bereit, ihr erarbeitetes Wissen über den Stadtteil sowie den Stand des Projektes weiterzugeben.

So wurde 2008 eine weitgehend neue Projektgruppe aus 15 bis 20 Kindern zusammengestellt. Die Kinder waren jedoch mit durchschnittlich neun Jahren deutlich jünger als in der ersten Projektgruppe, sodass Anpassungen an diese Situation vorgenommen werden mussten. Deshalb wurde der Radius des betrachteten Einzugsgebiets verkleinert.

Der zum Ende des ersten Projektteiles erstellte Bogen, der die neun beliebtesten Orte küren sollte, wurde an den verkleinerten Betrachtungsradius angepasst, gekürzt und diente dann als Befragungsgrundlage. Zudem interviewten die Kinder Politikerinnen und Politiker im Stadtteil. Insgesamt kamen sie so auf rund 50 Befragungen. Gemeinsam bearbeiteten die Kinder die aufgezeichneten Interviews im Schnittraum und werteten die eigenen Informationen sowie die der ersten Projektgruppe aus.

Anschließend galt es, die Ergebnisse zusammen mit den Profis in einem konkreten Plakat darzustellen. Dabei wurden Themen wie Ästhetik, Bildbearbeitung usw. angesprochen. Auch die Kinder der zweiten Gruppe durften zusammen mit Medienprofis in einem Film ihre ausgewählten Plätze präsentieren: Die DVD ist zusätzlich zum Plakat erhältlich.

Im Frühjahr 2009 war das Plakat schließlich gedruckt und der Film als DVD fertig gestellt. Mit einem Fest auf einem nahe gelegenen Platz wurde das Projektende gefeiert und die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zusätzlich fand eine Ausstellung im Kinderspielhaus sowie in der Montessorischule statt.

3. Ziel erreicht! (Wie) Geht es weiter?

Ursprünglich war für das Projekt eine Laufzeit von maximal 1,5 Jahren angedacht. Dies konnte nicht eingehalten werden. Dennoch gelang es schließlich, alle Projektziele zu realisieren und zwar so, dass alle beteiligten Kinder aus beiden Projektgruppen zufrieden und stolz auf „ihre Ergebnisse“ waren, sie verstanden das gelungene Plakat als ihrer aller Werk.

Durch die umfassende Vorarbeit (Kontaktaufnahmen) zu Beginn des Projektes, die Finanzierung über das Stadtteilbüro sowie die Vielzahl der Befragungen durch die Kinder waren viele Institutionen und Personen im Stadtteil über das Projekt informiert. Dementsprechend freuten sich alle auf und über die Ergebnisse.

Das Plakat wurde zum Schuljahresbeginn 2008/2009 an allen Grundschulen im Stadtteil in den 1. Klassen, außerdem in Kindertagesstätten und Familienzentren (ältere Kinder) verteilt, sodass auch Kinder und Eltern, die neu in den Stadtteil kommen, einen guten Überblick über Flingern und seine Plätze erhalten.

Die Montessorigrundschule griff die Projektidee bereits auf und plant im Schuljahr 2009/2010, eine ähnliche Arbeit mit den Schulkindern zu entwickeln. Damit soll das Projekt des Kinderspielhauses weitergeführt werden. Andere Schulen nutzen dieses Plakat und den darauf abgebildeten, kindgerecht gestalteten Stadtteilplan, um themen- und stadtteilbezogen zu arbeiten und neue Punkte einzuzeichnen. Sie beziehen das Plakat als optischen Ansatzpunkt in den Unterricht ein und arbeiten damit. Auch die benachbarte Freizeiteinrichtung Kiefernstraße nutzte den Plan als Grundlage, um für ihren eigenen Einzugsbereich Orte und Plätze darzustellen.

4. Fazit

Kinder, Jugendliche, Eltern, Sponsoren, Schulleiterinnen und Schulleiter im Stadtteil Flingern freuen sich über die Projektergebnisse der Mädchen und Jungen und nutzen sie gerne. Die teilnehmenden Kinder lernten ihren Stadtteil intensiv kennen und setzten sich mit ihren eigenen Wahrnehmungen und Bedürfnissen aber auch denen unterschiedlichster Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner auseinander.

In die Befragungszeit fallen auch umfangreiche bauliche Veränderungen im Stadtteil, zum Beispiel auch auf dem Hermannplatz, sodass Befragungsergebnisse der Kinder für diesen Platz kurzfristig in die Bauplanung einbezogen werden konnten. So wurden nebenbei kleine Beteiligungserfolge direkt sichtbar.

Insgesamt bleibt festzuhalten:

  • Eine gute Vorbereitung eines solchen Projektes ist unabdingbar (Projektmanagement)
  • Unwägbarkeiten im Projektverlauf sind kein Projektuntergang - aber guter Wille ist notwenig
  • Stadtteilbezug ist für Kinder ein guter Einstieg in die Projektarbeit und zur Partizipation
  • Methodenvielfalt ist nötig, um die Motivation zu erhalten (Einsatz neuer Technik, Spaß und Spiel)
  • Professionalität des Ergebnisses ist wichtig, um weiteren Nutzen aus dem Projekt zu ziehen (Entwicklung eines vorzeigbaren Produktes)

Das optisch ansprechende und hochwertig gedruckte Plakat ist weiterhin im Kinderspielhaus sowie in der Bezirksvertretung Flingern kostenlos erhältlich.

PDF-IconDownload des Plakates als PDF-Datei (9,05 MB)


Zitiervorschlag

Sandra Binner, Joachim Wagner: Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“. In: sozialraum.de (1) Ausgabe 2/2009. URL: http://wwww.sozialraum.de/das-projekt-lieblingsplaetze-in-flingern.php, Datum des Zugriffs: 23.09.2017

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